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  • Due Diligence beim Immobilienkauf in Thailand: Was Sie vor der Unterschrift prüfen müssen

    Due Diligence beim Immobilienkauf in Thailand: Was Sie vor der Unterschrift prüfen müssen

    Ein Kaufvertrag ist in Thailand schnell unterschrieben. Was davor passiert, entscheidet jedoch darüber, ob aus Ihrer Kapitalanlage ein solides Investment oder ein teures Lehrstück wird. Anders als in Deutschland gibt es keinen Notar, der stellvertretend für beide Seiten die Rechtslage prüft – die Sorgfaltsprüfung, international Due Diligence genannt, liegt vollständig beim Käufer. Wer diese Arbeit ernst nimmt, investiert in Thailand nicht riskanter als in Europa. Wer sie überspringt, schon.

    Warum in Thailand niemand automatisch für Sie mitdenkt

    In Deutschland ist der Notar gesetzlich zur Neutralität verpflichtet und prüft Grundbuch, Belastungen und Vertragsinhalt, bevor beurkundet wird. In Thailand übernimmt das Land Office lediglich die formale Registrierung der Eigentumsübertragung. Ob der Preis angemessen ist, ob Belastungen bestehen oder ob der Vertrag Sie einseitig benachteiligt, interessiert die Behörde nicht. Auch Makler und Bauträger arbeiten mit eigenen, naturgemäß verkäuferfreundlichen Vertragsvorlagen. Der wichtigste erste Schritt ist deshalb ein in Thailand zugelassener, unabhängiger Anwalt – ausdrücklich nicht derjenige, den der Verkäufer empfiehlt. Die Kosten einer sauberen Prüfung liegen meist im niedrigen vierstelligen Bereich und damit bei einem Bruchteil eines Prozents des Kaufpreises.

    Eigentumstitel und Foreign-Freehold-Quote prüfen

    Bei Grundstücken und Villen ist der Chanote (Nor Sor 4 Jor) die höchste und einzige uneingeschränkt empfehlenswerte Titelklasse: vermessen, eindeutig abgegrenzt und im Register geführt. Ihr Anwalt sollte eine aktuelle beglaubigte Abschrift direkt beim zuständigen Land Office ziehen, denn erst dort werden Hypotheken, Dienstbarkeiten, Wege- und Zugangsrechte sichtbar. Ein häufig unterschätzter Punkt sind fehlende gesicherte Zufahrten – ein Grundstück ohne eingetragenes Zugangsrecht verliert dramatisch an Wert. Beim Condominium gilt zusätzlich die Regel, dass maximal 49 Prozent der Gesamtwohnfläche eines Projekts als ausländisches Freehold gehalten werden dürfen. Lassen Sie sich von der Eigentümergemeinschaft, der Juristic Person, schriftlich bestätigen, dass diese Quote für Ihre konkrete Einheit zum Übertragungszeitpunkt noch verfügbar ist.

    Bauträger und Projektunterlagen beim Off-Plan-Kauf

    Kaufen Sie vom Plan, prüfen Sie nicht nur die Immobilie, sondern vor allem das Unternehmen dahinter. Dazu gehören die erteilte Baugenehmigung, gegebenenfalls die Umweltverträglichkeitsprüfung, der Nachweis, dass der Bauträger das Grundstück tatsächlich besitzt oder langfristig gesichert hat, sowie die im thailändischen Handelsregister hinterlegten Jahresabschlüsse. Besuchen Sie fertiggestellte Vorprojekte desselben Entwicklers und sprechen Sie dort mit Eigentümern. Im Vertrag selbst zählen drei Dinge: Zahlungen strikt nach Baufortschritt statt hoher Vorauszahlung, ein verbindlicher Fertigstellungstermin mit Vertragsstrafe und ein klar formuliertes Rücktrittsrecht samt Rückzahlungsmodalität.

    Verträge, Nebenkosten und der Weg des Geldes

    Schon die Reservierungsvereinbarung ist in der Praxis oft bindend – lassen Sie auch dieses kurze Dokument prüfen, bevor Sie eine Anzahlung leisten. Klären Sie schriftlich, wer die Übertragungsgebühren und Steuern trägt, wie hoch der einmalige Sinking Fund ausfällt und mit welchem monatlichen Betrag pro Quadratmeter Sie für die Bewirtschaftung der Gemeinschaftsflächen rechnen müssen. Ebenso wichtig ist der Zahlungsweg: Für die Eintragung als ausländischer Freehold-Eigentümer muss das Geld in Fremdwährung nach Thailand überwiesen und erst dort in Baht getauscht werden. Die Bank stellt dafür einen Devisennachweis aus, der zugleich die Grundlage bildet, um den Verkaufserlös später wieder legal ins Ausland zu transferieren. Was Sie parallel selbst erledigen können: die Lage zu verschiedenen Tageszeiten besichtigen, Nachbargrundstücke und Baulücken beurteilen und sich vor Ort ein realistisches Bild der Vermietungsnachfrage verschaffen.

    Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick nach dem Stand 2026 und ersetzt keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung.


    Sie möchten wissen, ob eine konkrete Immobilie der Prüfung standhält? Wir begleiten deutsche Käufer durch die vollständige Due Diligence – mit unabhängigen Anwälten vor Ort statt Verkäuferversprechen.

  • Phuket, Koh Samui oder Khao Lak: Welcher Standort passt zu Ihrer Anlagestrategie?

    Phuket, Koh Samui oder Khao Lak: Welcher Standort passt zu Ihrer Anlagestrategie?

    Wer in Thailand eine Immobilie als Kapitalanlage kauft, entscheidet sich zuerst für eine Strategie – und erst danach für ein Objekt. Denn Phuket, Koh Samui und Khao Lak bedienen sehr unterschiedliche Anlegerprofile: Ein Standort punktet mit Liquidität und ganzjähriger Nachfrage, der nächste mit einem starken Premiumsegment, der dritte mit niedrigen Einstiegspreisen und Entwicklungsperspektive. Dieser Vergleich zeigt, welcher der drei Märkte zu welchem Ziel passt.

    Phuket: Liquidität und ganzjährige Nachfrage

    Phuket ist der mit Abstand reifste Immobilienmarkt Thailands für ausländische Käufer. Der internationale Flughafen mit Direkt- und Umsteigeverbindungen nach Europa, in den Nahen Osten und in ganz Asien sorgt für eine Besucherstruktur, die nicht an einer einzigen Saison hängt. Für Anleger bedeutet das zweierlei: eine vergleichsweise gleichmäßige Vermietungsauslastung und – noch wichtiger – einen funktionierenden Zweitmarkt. Wer in fünf oder zehn Jahren verkaufen möchte, findet auf Phuket am ehesten Käufer, weil hier ständig neue internationale Nachfrage nachrückt. Der Preis dafür: Phuket ist der teuerste der drei Standorte, und die Foreign-Freehold-Quote ist in gefragten Projekten oft früh ausgeschöpft.

    Koh Samui: Premiumsegment mit klarem Saisonprofil

    Koh Samui spielt vor allem im gehobenen Villensegment eine starke Rolle. Hanglagen mit Meerblick rund um Chaweng Noi, Bophut und Lamai erzielen Quadratmeterpreise, die dem Phuketer Premiumsegment nahekommen, während die Insel insgesamt ruhiger und weniger dicht bebaut wirkt – für viele Endnutzer genau das Kaufargument. Zwei Punkte gehören aber in jede Kalkulation: Die Anbindung läuft überwiegend über einen privat betriebenen Flughafen mit entsprechend höheren Ticketpreisen, und die Nebensaison ist ausgeprägter als auf Phuket. Wer hier kauft, sollte mit stärker schwankender Auslastung rechnen und die Rendite auf das Gesamtjahr rechnen, nicht auf die Hochsaisonmonate.

    Khao Lak: Einstiegspreise mit Entwicklungsperspektive

    Khao Lak an der Küste von Phang Nga ist der jüngste der drei Märkte – und derjenige mit den niedrigsten Einstiegspreisen. Vergleichbare Objekte kosten hier spürbar weniger als auf Phuket, bei einer Fahrzeit von rund einer Stunde zum Flughafen Phuket. Das Gästeprofil ist ruhiger und stark europäisch geprägt, mit langen Aufenthalten in der Wintersaison. Der Reiz liegt in der Entwicklung: Wo heute noch Baulücken zwischen den Resorts liegen, entsteht schrittweise Infrastruktur. Das Gegenstück ist ein deutlich dünnerer Zweitmarkt – wer verkaufen will, braucht in der Regel mehr Zeit und eine realistischere Preisvorstellung als auf Phuket.

    Welcher Standort passt zu welchem Anlegertyp?

    Als Faustregel: Stehen Sicherheit, Wiederverkäuflichkeit und planbare Vermietung im Vordergrund, führt kaum ein Weg an Phuket vorbei. Wer eine hochwertige Zweitwohnsitz-Immobilie sucht, die sich mit Wochen der Eigennutzung gut kombinieren lässt, findet auf Koh Samui das passendere Umfeld. Und wer mit begrenztem Budget einsteigen und auf Wertentwicklung über zehn Jahre setzen möchte, sollte sich Khao Lak ansehen – im Bewusstsein, dass dieser Markt weniger liquide ist. Entscheidend ist in allen drei Fällen dieselbe Hausaufgabe: Prüfen Sie Bauträger, Eigentumsform und die tatsächlich erzielten Vermietungszahlen eines Objekts – nicht die Prognose aus dem Verkaufsprospekt. Alle Angaben zu Preisniveaus und Renditen sind Orientierungswerte (Stand 2026) und ersetzen keine individuelle Prüfung.


    Sie sind unsicher, welcher Standort zu Ihrer Strategie passt? Wir vergleichen für Sie konkrete Objekte an allen drei Standorten – mit realen Vermietungszahlen statt Prospektversprechen.

  • Freehold, Leasehold oder Firmenstruktur: Wie Ausländer in Thailand Immobilien besitzen

    Freehold, Leasehold oder Firmenstruktur: Wie Ausländer in Thailand Immobilien besitzen

    Kaum eine Frage taucht in Erstgesprächen mit deutschen Interessenten so häufig auf wie diese: Darf ich als Ausländer in Thailand überhaupt Immobilien besitzen? Die kurze Antwort lautet ja – aber nicht in jeder Form und nicht bei jeder Objektart. Wer den Unterschied zwischen Foreign Freehold, Leasehold und einer thailändischen Gesellschaftsstruktur versteht, trifft schon vor der Objektsuche die wichtigste Entscheidung seines Investments. Dieser Beitrag ordnet die drei Wege ein und zeigt, worauf es 2026 praktisch ankommt.

    Foreign Freehold: echtes Volleigentum – aber nur im Condominium

    Foreign Freehold ist die klarste und für die meisten Investoren attraktivste Variante. Sie bedeutet Volleigentum auf unbestimmte Zeit, eingetragen auf Ihren persönlichen Namen im Grundbuch des zuständigen Land Office. Sie können frei vermieten, verkaufen, beleihen und vererben – im Kern also alles, was Sie von einer Eigentumswohnung in Deutschland kennen. Der Haken: Foreign Freehold ist gesetzlich auf Eigentumswohnungen in registrierten Condominium-Projekten beschränkt, und pro Projekt darf nur ein begrenzter Anteil der Gesamtwohnfläche an Ausländer gehen. Diese sogenannte Ausländerquote ist in gefragten Lagen häufig ausgeschöpft. Wichtig ist außerdem: Der Kaufpreis muss nachweislich aus dem Ausland nach Thailand überwiesen werden, damit die Bank die entsprechende Devisenbestätigung ausstellt. Ohne dieses Dokument verweigert das Land Office die Umschreibung.

    Leasehold: langfristiges Nutzungsrecht statt Eigentum

    Ist die Ausländerquote belegt oder handelt es sich um eine Villa mit Grundstück, führt der Weg meist über Leasehold. Dabei erwerben Sie kein Eigentum, sondern ein im Grundbuch eingetragenes Nutzungsrecht für einen langen Zeitraum – klassisch dreissig Jahre, in der Praxis oft mit vertraglich zugesagten Verlängerungsoptionen. Genau hier liegt der Punkt, den viele deutsche Käufer unterschätzen: Eingetragen und damit dinglich gesichert ist in der Regel nur die erste Laufzeit. Verlängerungen sind zunächst schuldrechtliche Zusagen, deren Wert davon abhängt, wie sauber sie formuliert und wie solide der Vertragspartner ist. Achten Sie deshalb auf klar geregelte Verlängerungsmechanik, freie Übertragbarkeit des Leaseholds an einen Käufer und die Vererbbarkeit an Ihre Angehörigen. Leasehold ist keineswegs zweite Wahl – aber es ist ein Vertragsprodukt, und die Qualität des Vertrags entscheidet.

    Die Thai Limited Company: nützlich, aber kein Schlupfloch

    Immer wieder wird deutschen Käufern angeboten, eine thailändische Gesellschaft zu gründen, die dann das Grundstück hält. Diese Struktur ist grundsätzlich legal, wenn dahinter ein echter, aktiv wirtschaftender Betrieb steht – etwa bei einem professionell geführten Resort- oder Vermietungsgeschäft. Problematisch wird es bei reinen Mantelkonstruktionen, in denen thailändische Gesellschafter nur pro forma als Anteilseigner auftreten, ohne eigenes Kapital und ohne Mitsprache. Solche Nominee-Modelle sind unzulässig, werden von den Behörden zunehmend geprüft und können im schlimmsten Fall das gesamte Investment gefährden. Hinzu kommen laufende Buchhaltungs-, Bilanz- und Steuerpflichten, die jährlich Zeit und Geld kosten. Als Privatanleger, der eine Ferienwohnung vermieten möchte, fahren Sie mit Freehold oder einem gut gemachten Leasehold fast immer besser.

    Welche Variante passt zu Ihrem Anlageziel?

    Steht Werterhalt, einfache Weiterveräußerung und ein unkomplizierter Erbfall im Vordergrund, ist Foreign Freehold in einem Condominium die erste Wahl – auch wenn Sie dafür bei der Objektauswahl fokussierter suchen müssen. Wer gezielt eine Poolvilla in ruhiger Lage sucht und eine höhere Renditeerwartung an eine längere Haltedauer knüpft, kommt an Leasehold kaum vorbei und sollte dafür Budget für eine unabhängige juristische Prüfung einplanen. In beiden Fällen gilt: Lassen Sie Titel, Baugenehmigung, Lastenfreiheit und Vertragswerk vor der Anzahlung von einem eigenen, nicht vom Verkäufer gestellten Anwalt prüfen. Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick zum Stand 2026 und ersetzt keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung.


    Sie sind unsicher, welche Eigentumsform zu Ihrem Vorhaben passt? Wir prüfen für jedes Objekt in unserem Portfolio vorab Titel, Quote und Vertragsstruktur – und sagen Ihnen offen, wenn etwas nicht passt.

  • Thailand Privilege Visa & Co.: Aufenthalt für Immobilieneigentümer

    Thailand Privilege Visa & Co.: Aufenthalt für Immobilieneigentümer

    Der Kauf einer Immobilie in Thailand ist der erste Schritt – wer aber auch länger vor Ort leben möchte, braucht zusätzlich das passende Visum. Immobilienbesitz allein verschafft in Thailand kein automatisches Aufenthaltsrecht. Ein Überblick über die wichtigsten Optionen für 2026.

    Thailand Privilege Visa (ehemals Elite Visa)

    Das bekannteste Langzeit-Aufenthaltsprogramm Thailands firmiert inzwischen als „Thailand Privilege Visa“ und ist in fünf Stufen gegliedert: Bronze, Gold, Platinum, Diamond und Reserve. Je nach Stufe erhalten Mitglieder ein Aufenthaltsrecht von 5, 10, 15 oder 20 Jahren gegen eine einmalige Mitgliedsgebühr – von rund 650.000 Baht für die Einstiegsstufe Bronze bis zu 5.000.000 Baht für die nur auf Einladung erhältliche Reserve-Stufe. Enthalten sind unter anderem beschleunigte Einreiseabwicklung am Flughafen und persönliche Unterstützung bei Behördengängen. Wichtig: Die Bronze-Stufe wird zum 30. September 2026 eingestellt.

    Thailand Long-Term Resident (LTR) Visa

    Das LTR-Visum richtet sich gezielt an vermögende und gut verdienende Ausländer und gilt für 10 Jahre bei einer staatlichen Gebühr von rund 50.000 Baht. Voraussetzung ist unter anderem ein nachgewiesenes Jahreseinkommen von mindestens 80.000 US-Dollar – alternativ qualifizieren auch Investitionen in thailändische Staatsanleihen oder Immobilien im Wert von mindestens 500.000 US-Dollar. Je nach Umfang Ihrer Kapitalanlage kann dieser Weg daher grundsätzlich relevant sein, sollte aber im Detail immer mit einem spezialisierten Visa-Berater geprüft werden.

    Weitere Optionen im Überblick

    Daneben existieren weitere, teils zielgruppenspezifische Visa-Kategorien – etwa das Retirement-Visum (O-A/O-X) für Personen ab 50 Jahren mit Nachweis ausreichender finanzieller Mittel, sowie Optionen im Zusammenhang mit Ehe oder Familie. Diese Kategorien unterliegen eigenen, teils strengen Voraussetzungen und sollten im Einzelfall mit einem erfahrenen Visa-Spezialisten abgeklärt werden.

    Wichtig zu wissen

    Immobilienbesitz und Aufenthaltsrecht sind in Thailand zwei getrennte rechtliche Themen. Der Kauf einer Villa oder Eigentumswohnung berechtigt für sich genommen nicht zu einem längeren Aufenthalt. Wer regelmäßig oder dauerhaft vor Ort leben möchte, sollte die Visa-Frage daher parallel zum Immobilienkauf klären. Wir vermitteln gerne den Kontakt zu spezialisierten Visa-Agenturen in Thailand.


    Sie planen, Immobilie und Aufenthalt in Thailand zu kombinieren?

  • Kurzzeit- oder Langzeitvermietung auf Phuket: Was rechtlich erlaubt ist und was sich rechnet

    Kurzzeit- oder Langzeitvermietung auf Phuket: Was rechtlich erlaubt ist und was sich rechnet

    Viele Käufer planen ihre Immobilie auf Phuket über Plattformen wie Airbnb kurzfristig an Feriengäste zu vermieten. Was auf den ersten Blick nach der naheliegendsten Rendite-Strategie klingt, ist rechtlich deutlich komplizierter, als es scheint. Wir erklären, worauf es ankommt.

    Die rechtliche Lage: Hotel Act und die 30-Tage-Regel

    Vermietungen unter 30 Tagen gelten in Thailand grundsätzlich als hotelähnlicher Betrieb und erfordern eine Lizenz nach dem Hotel Act B.E. 2547. Vermietungen von mehr als 30 zusammenhängenden Tagen sind dagegen legal und benötigen keine Hotellizenz. Ein Gerichtsurteil Anfang 2026 hat diese Auslegung noch einmal bestätigt: Nur monatsweise vermietete Einheiten gelten nicht als Hotelzimmer.

    Verschärfte Kontrollen seit 2025

    Die thailändischen Behörden gehen seit 2025 verstärkt gegen illegale tageweise Vermietung von Eigentumswohnungen vor. Verstöße gegen die Paragrafen 15 und 59 des Hotel Act können mit bis zu einem Jahr Haft, einer Anfangsstrafe von 20.000 Baht sowie einer zusätzlichen Tagesstrafe von 10.000 Baht geahndet werden. Zudem kann jede Eigentümergemeinschaft eines Condominiums nach dem Condominium Act eigene interne Regeln festlegen – viele Anlagen untersagen kurzfristige Vermietungen inzwischen explizit in ihrer Hausordnung.

    Was bedeutet das für Kapitalanleger?

    • Prüfen Sie vor dem Kauf, ob das konkrete Projekt für kurzfristige Vermietung lizenziert oder strukturell dafür vorgesehen ist – etwa als Branded Residence mit eigener Hotellizenz.
    • Villen auf eigenem Grundstück unterliegen nicht den internen Regeln einer Eigentümergemeinschaft und bieten hier oft mehr Flexibilität als Condo-Einheiten.
    • Die Thai-Regierung arbeitet an einem neuen Gesetz, das den Hotel Act von 2004 ablösen und die Regeln für Hostels, Homestays und Airbnb-ähnliche Vermietung vereinfachen soll – die Rechtslage bleibt also in Bewegung.

    Langzeitvermietung als planbare Alternative

    Vermietungen ab 30 Tagen sind rechtlich unkompliziert und sprechen einen soliden Mietermarkt an – von digitalen Nomaden bis zu Langzeit-Expats. Die Renditen liegen zwar meist etwas unter denen kurzfristiger Ferienvermietung, dafür ist die Auslastung planbarer und rechtlich auf der sicheren Seite.

    Unsere Empfehlung

    Klären Sie den rechtlichen Status eines Projekts, bevor Sie kaufen – insbesondere, wenn kurzfristige Vermietung Teil Ihrer Rendite-Kalkulation ist. Unsere Partner vor Ort übernehmen die laufende Verwaltung und kennen die aktuellen Regeln für jedes Projekt in unserem Angebot genau.


    Sie möchten wissen, welches unserer Objekte sich für Ihre Vermietungsstrategie eignet?

  • Steuern beim Immobilienkauf in Thailand: Was deutsche Investoren wissen müssen

    Steuern beim Immobilienkauf in Thailand: Was deutsche Investoren wissen müssen

    Eine Immobilie in Thailand zu kaufen ist die eine Sache – die steuerlichen Folgen richtig einzuordnen die andere. Für deutsche, österreichische und Schweizer Investoren gelten dabei klare, aber oft unbekannte Regeln. Ein Überblick über die wichtigsten Punkte.

    Das Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland–Thailand

    Zwischen Thailand und Deutschland gilt seit dem 1. Januar 1967 ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA). Vergleichbare Abkommen bestehen auch mit Österreich und der Schweiz. Diese Abkommen legen fest, welcher Staat welche Einkünfte besteuern darf, und verhindern, dass dieselben Einkünfte doppelt versteuert werden.

    Wie werden Mieteinnahmen besteuert?

    Nach Artikel 6 des DBA dürfen Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen – also die Mieteinnahmen aus Ihrer Immobilie auf Phuket – in dem Staat besteuert werden, in dem sich die Immobilie befindet: in Thailand. Dort gelten für Mieteinnahmen die progressiven thailändischen Einkommensteuersätze von 0 bis 35 %.

    Und wie sieht es in Deutschland aus?

    Deutschland stellt diese Thai-Einkünfte in der Regel nach der Freistellungsmethode mit Progressionsvorbehalt frei. Praktisch bedeutet das: Ihre Mieteinnahmen aus Thailand bleiben in Deutschland steuerfrei, können aber den Steuersatz erhöhen, der auf Ihr übriges deutsches Einkommen angewendet wird. Diese Einkünfte gehören trotzdem in Ihre deutsche Steuererklärung – auch wenn darauf keine deutsche Steuer anfällt.

    Weitere Kostenpunkte in Thailand

    Neben der Einkommensteuer auf Mieteinnahmen fällt in Thailand eine jährliche Grundsteuer (Land and Building Tax) an. Beim Kauf selbst kommen Transfer- und Registrierungsgebühren beim Land Office hinzu, die üblicherweise zwischen Käufer und Verkäufer aufgeteilt werden. Details dazu finden Sie auch in unserem FAQ-Bereich.

    Unser Rat: Frühzeitig Klarheit schaffen

    Die steuerliche Situation hängt stark von Ihrem persönlichen Wohnsitz, Ihrer Aufenthaltsdauer in Thailand und der Struktur Ihrer Investition ab. Wir empfehlen, frühzeitig sowohl einen thailändischen Steuerberater als auch Ihren deutschen, österreichischen oder Schweizer Steuerberater einzubinden. Gerne stellen wir den Kontakt zu erfahrenen Steuerberatern in Thailand her.


    Fragen zur steuerlichen Seite Ihrer Kapitalanlage?

  • Die besten Lagen für Kapitalanlagen auf Phuket: Bang Tao, Layan, Kata & Co. im Vergleich

    Die besten Lagen für Kapitalanlagen auf Phuket: Bang Tao, Layan, Kata & Co. im Vergleich

    Phuket ist nicht gleich Phuket: Renditepotenzial, Preisniveau und Zielgruppe unterscheiden sich von Küstenabschnitt zu Küstenabschnitt teils erheblich. Wer eine Kapitalanlage sucht, sollte die Lage daher genauso sorgfältig prüfen wie das Objekt selbst. Wir vergleichen die wichtigsten Standorte für Investoren.

    Bang Tao, Cherng Talay & Layan: die „Golden Mile“

    Der Küstenabschnitt rund um Bang Tao, Cherng Talay und Layan gilt als Phukets „Golden Mile“ – mit Mietrenditen von 6 bis 8 % pro Jahr und Preissteigerungen von 23 bis 29 % seit 2023. In Bang Tao liegen die Preise für Eigentumswohnungen im Median zwischen umgerechnet rund 140.000 und 450.000 US-Dollar, bei Bruttomietrenditen von 5 bis 8 % und dem tiefsten internationalen Wiederverkaufspool an der Westküste der Insel. Layan und das benachbarte Surin ziehen inzwischen Vergleiche mit Bangkoks gehobenem Sukhumvit-Korridor auf sich – mit entsprechend stabiler internationaler Nachfrage. Unsere Lotus Hills in Bang Tao und die Layan Villa sind zwei konkrete Beispiele für Kapitalanlagen in genau diesem Bereich.

    Kamala & Surin: Premium- und Villensegment

    Kamala positioniert sich im oberen Mittelsegment bis Premiumbereich: Eigentumswohnungen mit Meerblick kosten hier zwischen 8 und 12 Millionen Baht, Hanghäuser mit Aussicht beginnen bei etwa 10 Millionen Baht. Die Lage eignet sich besonders für Käufer, die Wert auf ein ruhigeres, gehobenes Umfeld legen, ohne auf Nähe zum Strand zu verzichten.

    Rawai & Nai Harn: bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

    Am südlichen Zipfel der Insel bieten Rawai und Nai Harn das beste Preis-Leistungs-Verhältnis: Pool-Villen sind bereits ab rund 5 Millionen Baht zu haben, Eigentumswohnungen ab etwa 3 Millionen Baht – und damit zu den niedrigsten Quadratmeterpreisen der Insel. Studio-Apartments starten bei umgerechnet etwa 78.000 bis 117.000 US-Dollar bei Bruttomietrenditen von 6 bis 9 %. Die Region profitiert von einem doppelten Vermietungsmarkt aus Langzeitmietern – etwa digitalen Nomaden – und klassischen Feriengästen.

    Kata & Karon: tourismusgetriebene Kurzzeitvermietung

    In den touristisch geprägten Zonen wie Patong, Kata und Karon lassen sich bei guter Vermarktung überdurchschnittliche kurzfristige Vermietungsrenditen erzielen, da die Nachfrage direkt an den Tourismusstrom gekoppelt ist. Wer bereit ist, sich stärker auf saisonale Schwankungen einzulassen, findet hier attraktive Renditechancen.

    Welche Lage passt zu Ihnen?

    Wer maximale internationale Liquidität und stabile Wertsteigerung sucht, findet in Bang Tao, Cherng Talay und Layan die verlässlichste Basis. Wer auf ein gehobenes, ruhiges Umfeld setzt, ist in Kamala und Surin gut aufgehoben. Rawai und Nai Harn überzeugen preisbewusste Investoren mit langfristigem Mietermarkt, während Kata und Karon für höhere, aber saisonabhängige Kurzzeitrenditen stehen. Wir beraten Sie gerne, welche Lage am besten zu Ihren Zielen passt.


    Entdecken Sie unsere aktuellen Kapitalanlagen in den besten Lagen Phukets.

  • Off-Plan kaufen auf Phuket: Chancen und Risiken beim Kauf vom Bauträger

    Off-Plan kaufen auf Phuket: Chancen und Risiken beim Kauf vom Bauträger

    Off-Plan-Immobilien – also Objekte, die direkt vom Bauträger und oft schon vor Baubeginn verkauft werden – gehören zu den beliebtesten Investitionsformen auf Phuket. Günstigere Einstiegspreise und flexible Zahlungspläne locken viele Käufer. Damit aus der Chance kein Risiko wird, lohnt sich ein genauer Blick auf Chancen, Risiken und die wichtigsten Warnsignale.

    Die Chancen von Off-Plan-Käufen

    Der offensichtlichste Vorteil ist der Preis: Off-Plan-Einheiten werden meist deutlich günstiger angeboten als vergleichbare Bestandsimmobilien, mit spürbaren Preissteigerungen bis zur Fertigstellung. Hinzu kommt die Zahlung nach Baufortschritt, die das Kapital über die Bauzeit verteilt, statt es auf einen Schlag zu binden. Und schließlich profitieren Käufer von modernen Grundrissen, aktueller Ausstattung und oft attraktiveren Gemeinschaftsanlagen als bei älteren Bestandsobjekten.

    Die Risiken, die Sie kennen sollten

    Bauverzögerungen durch Wetter, Lieferkettenprobleme oder unterkapitalisierte Bauträger können Fertigstellungstermine erheblich nach hinten verschieben. Nicht jedes Projekt steht auf einem finanziell soliden Fundament – von unvollständigen Umweltverträglichkeitsprüfungen bis zu schwacher finanzieller Absicherung des Bauträgers reicht die Bandbreite möglicher Probleme. Besondere Vorsicht ist bei Renditegarantien geboten: Bauträger bewerben häufig 6 bis 8 % Rendite über drei bis fünf Jahre – gerät der Bauträger jedoch in finanzielle Schwierigkeiten oder werden Auslastungsziele verfehlt, ist dieses Versprechen oft wenig wert. Realistisch sollten Käufer mit einer Bauzeit von 18 bis 36 Monaten rechnen, wobei 24 Monate der häufigste Zeitraum sind.

    Sieben Warnsignale, auf die Sie achten sollten

    • Der Bauträger hat noch kein Projekt auf Phuket erfolgreich fertiggestellt.
    • Der Preis liegt deutlich unter dem Marktniveau vergleichbarer Projekte.
    • Es gibt kein Treuhandkonto (Escrow) und keine Meilenstein-Zertifizierung der Zahlungen.
    • Der Fertigstellungstermin bleibt auffällig vage.
    • Die Ausländerquote ist für Ihre konkrete Einheit nicht vorab gesichert.
    • Mietrenditen werden garantiert, ohne dass ein seriöser Betreiber dahintersteht.
    • Es wird hoher Verkaufsdruck aufgebaut, um eine schnelle Entscheidung zu erzwingen.

    So minimieren Sie das Risiko

    Setzen Sie auf Bauträger mit nachweislichem Track Record und bereits fertiggestellten Projekten. Achten Sie auf Verträge mit Treuhandkonten (Escrow), klaren Meilenstein-Zahlungen und Vertragsstrafen bei Verzug. Eine unabhängige rechtliche Prüfung vor Vertragsunterzeichnung ist unverzichtbar. Genau diese Prüfung nehmen wir gemeinsam mit unabhängigen Anwälten für jede Immobilie in unserem Angebot vor, bevor wir sie an unsere Kunden weitergeben.


    Sie überlegen, in ein Off-Plan-Projekt auf Phuket zu investieren?

  • Immobilienmarkt Phuket 2026: Trends, Preise und Ausblick für Investoren

    Immobilienmarkt Phuket 2026: Trends, Preise und Ausblick für Investoren

    Nach Jahren rasanten Wachstums zeigt sich der Immobilienmarkt auf Phuket 2026 erstaunlich stabil – und widerlegt damit frühere Prognosen einer Abkühlung. Wer die Struktur des Marktes, das richtige Timing und die passende Teilregion versteht, findet weiterhin attraktive Einstiegschancen. Wir haben die wichtigsten Zahlen und Entwicklungen für Sie zusammengefasst.

    140.000 THB/m²

    Ø Condo-Preis (Insel-Durchschnitt)

    5–8 %

    Typische Bruttomietrendite

    45.066

    Neue Wohneinheiten 2021–2025

    Preisentwicklung: Stabilität nach dem Boom

    Die durchschnittlichen Preise für Eigentumswohnungen liegen aktuell bei rund 140.000 Baht pro Quadratmeter über die gesamte Insel hinweg – ein Plus von nur 0,59 % gegenüber dem Vorjahr. Das deutet auf eine Stabilisierung nach dem starken Post-Pandemie-Preisanstieg hin. Im ersten Quartal 2026 überschritt der Durchschnittspreis für Freehold-Eigentumswohnungen erstmals die Marke von 85.000 Baht pro Quadratmeter (rund 2.400 US-Dollar) – ein Anstieg von mehr als 14 % innerhalb von zwei Jahren.

    Bei Villen bewegt sich die Preisspanne zwischen 5,9 und 255 Millionen Baht. Die günstigsten Villenprojekte finden sich in Patong, während Bang Tao die höchsten Preise für Villenprojekte aufruft. Insgesamt legten Villenpreise 2026 um rund 12 % zu.

    Mietrenditen: Was Anleger wirklich erwarten können

    Gut verwaltete Eigentumswohnungen und Poolvillen erzielen derzeit Bruttomietrenditen zwischen 5 und 8 % pro Jahr. Villen können, professionell vermarktet, deutlich mehr pro Nacht erwirtschaften: Bei sehr guter Verwaltung sind Bruttorenditen von 7 bis 10 % keine Seltenheit. Branded Residences im oberen Preissegment ziehen dabei Käufer an, die professionelles Management mit einer hochwertigen Nutzung für den Eigenbedarf verbinden möchten.

    Neubauvolumen: Rekordjahre 2021–2025

    Zwischen 2021 und 2025 wurden auf Phuket 45.066 neue Wohneinheiten mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 469,72 Milliarden Baht (etwa 13 Milliarden US-Dollar) auf den Markt gebracht. Allein Ende 2025 kamen mehr als 72 neue Projekte mit über 10.312 Einheiten und einem kombinierten Investitionsvolumen von mehr als 81,64 Milliarden Baht hinzu.

    Was bedeutet das für Investoren?

    Das hohe Neubauvolumen zeigt: Phuket bleibt attraktiv für internationales Kapital, birgt in bestimmten Segmenten aber auch das Risiko eines lokalen Überangebots. Entscheidend ist daher nicht die Frage „Phuket ja oder nein“, sondern die richtige Auswahl von Lage, Bauträger und Objekttyp. Premium-Lagen wie Bang Tao, Layan und Surin zeigen dabei die stabilste Nachfrage und die tiefste internationale Liquidität beim Wiederverkauf.


    Interessiert an einer konkreten Kapitalanlage auf Phuket?